Angebote zu "Katalog" (6 Treffer)

Kategorien

Shops

Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trau...
82,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Im Leichenpredigten-Bestand des Thüringischen Staatsarchives Rudolstadt, den der Katalog in 1.401 Einträgen nachweist, finden sich etliche ungewöhnliche Fälle, die in der Lage sind, ganz unterschiedliche Forschungsgebiete zu bereichern. Zur Geschichte der Kindheit etwa sind zwei Stücke hervorzuheben, die das besonders innige Verhältnis zwischen Eltern und Kind schildern: zum einen die Leichenpredigt auf den hochbegabten Albert Anthonius Sommer, der mit vier Jahren bereits 200 lateinische Vokabeln beherrschte und zahlreiche Gebete und Sprüche vortragen konnte, und zum anderen die Leichenpredigt auf den schon einjährig verstorbenen Ludwig Friedrich Funcke, der dennoch einen vierseitigen Lebenslauf erhielt, in dem eingehend vom Zahnen des Kindes, seiner Krankheit und seinem Tod berichtet wird. Eine ganz andere Geschichte erzählen die schrecklichen Erlebnisse der Regina Kiesewetter, die im Dreissigjährigen Krieg beim Versuch, ihren Ehemann vor marodierenden Soldaten zu schützen, schwer verletzt wurde. Gefahren drohten auch in Friedenszeiten dem reisenden Adligen, wie es in den Personalia auf Hanns Rudolph von Thüna zu lesen ist. Auf seiner Kavalierstour wanderte er zu Fuss durch Brabant und Flandern, um sich darauf nach Grönland zu begeben. Doch er kam nie dort an, denn er und seine Mitreisenden gerieten in ein schweres Unwetter, bei dem sie wohl gerettet wurden, ihr Schiff aber unterging. Nicht nur religionsgeschichtlich interessant dürfte der Fall des Michael Gramann sein, der aus Stadtilm stammte und von 1667–1678 Leibarzt des Zaren in Moskau war. Seine Rückreise nach Stadtilm trat er unter anderem mit zwei 'erkaufften Tartarischen Heyden-Kindern aus Calmüken' an, die er in der christlichen Religion unterweisen und in Stadtilm taufen liess.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 27.09.2020
Zum Angebot
Interkulturalität
23,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Die herzogliche Bibliothek in Wolfenbüttel erhielt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verschiedene Büchersamnlungen von Angehörigen des welfischen Fürstenhauses, durch die ihr Bestand erheblich erweitert wurde. Eine Sonderstellung unter diesen Schenkungen nimmt die Bibliothek Herzog Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Lüneburg (1671-1735) ein, denn sie ist mit ca. 15 000 Drucken nicht nur die umfangreichste der betreffenden Sammlungen, sondern gewährt durch ihr reiches überliefertes Aktenmaterial auch einen ungewöhnlich genauen Einblick in Entstehen und Aufbau einer fürstlichen Privatbibliothek. Der Darstellung ihrer Geschichte ist die vorliegende Untersuchung gewidmet. Ludwig Rudolph war als drittgeborener Sohn Herzog Anton Ulrichs ursprünglich nicht für die Regierung bestimmt. Als Apanage erhielt er deshalb das spätere Fürstentum Blankenburg, das er seit 1714 in weitgehender Selbstständigkeit verwaltete. Dort baute er in den folgenden Jahren auch die Bibliothek auf, die den Gegenstand dieser Studie bildet. Der Lebensweg des Herzogs erfuhr eine einschneidende Wende - und berührt sich in diesem Punkt mit dem Schicksal seines Grossvaters August d.J. -, als der ältere Bruder August Wilhelm 1731 ohne einen Nachfolger zu hinterlassen starb, sodass Ludwig Rudolph das Amt des regierenden Herzogs im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel zufiel. Seine Bücher blieben nach dem Umzug in die Residenzstadt Wolfenbüttel indessen im Blankenburger Schloss zurück und wurden erst 1752/53, viele Jahre nach seinem eigenen Ableben, in die Bibliotheken nach Wolfenbüttel und Braunschweig (Collegium Carolinum) überführt. Die hier zum vorläufigen Verständnis mit wenigen Worten skizzierte Biographie Ludwig Rudolphs ist von der Geschichte seiner Bibliothek nicht zu trennen und wird daher im weiteren Verlauf wiederholt Berücksichtigung finden. Das Buch beschäftigt sich allein mit den Druckwerken der Bibliothek Ludwig Rudolphs. Ausser ihnen besass er über 300 Handschriften, die hier jedoch nicht erneut in das Blickfeld miteinbezogen werden, da Hans Butzmann zu ihrer Beschreibung und Erläuterung einen ausführlichen Katalog vorgelegt hat. In seiner Einleitung findet sich auch ein konzentrierter Überblick über die Geschichte dieser Sammlung, auf den nachdrücklich verwiesen sei. Neben den Büchern standen mir als Quellen die im Archiv der Herzog August Bibliothek aufbewahrten Verwaltungsakten der Blankenburger Bibliothek zur Verfügung. Zu nennen sind vor allem Kataloge aus verschiedenen Zeitabschnitten, Besprechungsprotokolle des Herzogs mit seinen Bibliothekaren, Rechnungen der Buchführer und Briefe. Ergänzend dazu wurden Unterlagen aus dem Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel herangezogen.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 27.09.2020
Zum Angebot
Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trau...
59,70 € *
ggf. zzgl. Versand

Der Katalog erschließt mit 814 Einträgen die frühneuzeitlichen Funeralschriften des Thüringischen Staatsarchivs Altenburg, wobei adlige Leichenpredigten gegenüber bürgerlichen eindeutig in Mehrzahl sind. In der Gruppe der Hochadligen dominieren die Wettiner. Den hohen Aufwand, der nach dem Dreißigjährigen Krieg auch von den ernestinischen Wettinern betrieben wurde, um mittels eines umfangreichen Gedenkwerkes nach dem Tod eines Herzogs im Konzert der deutschen Höfe mitspielen zu können und das Prestige der jeweiligen Kleindynastie zu erhöhen, belegen vor allem zwei Leichenpredigten. Diejenige mit der höchsten Seitenzahl in diesem Katalog, nämlich 890 Seiten, ist Friedrich Wilhelm III. Herzog von Sachsen-Altenburg (1603–1669) gewidmet. Sie ist jedoch nicht die am aufwändigsten gestaltete. Als solche kann die Leichenpredigt auf Ernst I., den Frommen, Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601–1675), im Groß-Folio-Format und mit mehreren Kupferstichtafeln illustriert, gelten. Das voluminöse Funeralwerk wurde in der hohen Auflage von 3.000 Exemplaren verbreitet. Im Altenburger Staatsarchiv finden sich drei davon. Die zahlreichen Leichenpredigten auf Angehörige des niederen Adels lassen die Lebensverhältnisse dieser sozialen Gruppe vor allem in der Altmark und im Herzogtum Magdeburg plastisch hervortreten. Dass nicht ausschließlich Angehörige der Ober- und gehobenen Mittelschicht gedruckte Leichenpredigten erhielten, zeigen unter anderem die Beispiele des Barbiergesellen Peter Federbusch, der 1668 in Elbing erstochen wurde, sowie des Schneidermeisters Andreas Gunterman (1626–1656) aus dem thüringischen Dorf Oberweimar, dessen Leichenpredigt auf Veranlassung seines Schwagers, eines Papiermachers und Kirchenvorstehers im selben Ort, im Druck herausgegeben wurde.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 27.09.2020
Zum Angebot
Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trau...
55,60 € *
ggf. zzgl. Versand

Im Leichenpredigten-Bestand des Thüringischen Staatsarchives Rudolstadt, den der Katalog in 1.401 Einträgen nachweist, finden sich etliche ungewöhnliche Fälle, die in der Lage sind, ganz unterschiedliche Forschungsgebiete zu bereichern. Zur Geschichte der Kindheit etwa sind zwei Stücke hervorzuheben, die das besonders innige Verhältnis zwischen Eltern und Kind schildern: zum einen die Leichenpredigt auf den hochbegabten Albert Anthonius Sommer, der mit vier Jahren bereits 200 lateinische Vokabeln beherrschte und zahlreiche Gebete und Sprüche vortragen konnte, und zum anderen die Leichenpredigt auf den schon einjährig verstorbenen Ludwig Friedrich Funcke, der dennoch einen vierseitigen Lebenslauf erhielt, in dem eingehend vom Zahnen des Kindes, seiner Krankheit und seinem Tod berichtet wird. Eine ganz andere Geschichte erzählen die schrecklichen Erlebnisse der Regina Kiesewetter, die im Dreißigjährigen Krieg beim Versuch, ihren Ehemann vor marodierenden Soldaten zu schützen, schwer verletzt wurde. Gefahren drohten auch in Friedenszeiten dem reisenden Adligen, wie es in den Personalia auf Hanns Rudolph von Thüna zu lesen ist. Auf seiner Kavalierstour wanderte er zu Fuß durch Brabant und Flandern, um sich darauf nach Grönland zu begeben. Doch er kam nie dort an, denn er und seine Mitreisenden gerieten in ein schweres Unwetter, bei dem sie wohl gerettet wurden, ihr Schiff aber unterging. Nicht nur religionsgeschichtlich interessant dürfte der Fall des Michael Gramann sein, der aus Stadtilm stammte und von 1667-1678 Leibarzt des Zaren in Moskau war. Seine Rückreise nach Stadtilm trat er unter anderem mit zwei 'erkaufften Tartarischen Heyden-Kindern aus Calmüken' an, die er in der christlichen Religion unterweisen und in Stadtilm taufen ließ.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 27.09.2020
Zum Angebot
Interkulturalität
13,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Die herzogliche Bibliothek in Wolfenbüttel erhielt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verschiedene Büchersamnlungen von Angehörigen des welfischen Fürstenhauses, durch die ihr Bestand erheblich erweitert wurde. Eine Sonderstellung unter diesen Schenkungen nimmt die Bibliothek Herzog Ludwig Rudolphs von Braunschweig-Lüneburg (1671-1735) ein, denn sie ist mit ca. 15 000 Drucken nicht nur die umfangreichste der betreffenden Sammlungen, sondern gewährt durch ihr reiches überliefertes Aktenmaterial auch einen ungewöhnlich genauen Einblick in Entstehen und Aufbau einer fürstlichen Privatbibliothek. Der Darstellung ihrer Geschichte ist die vorliegende Untersuchung gewidmet. Ludwig Rudolph war als drittgeborener Sohn Herzog Anton Ulrichs ursprünglich nicht für die Regierung bestimmt. Als Apanage erhielt er deshalb das spätere Fürstentum Blankenburg, das er seit 1714 in weitgehender Selbstständigkeit verwaltete. Dort baute er in den folgenden Jahren auch die Bibliothek auf, die den Gegenstand dieser Studie bildet. Der Lebensweg des Herzogs erfuhr eine einschneidende Wende - und berührt sich in diesem Punkt mit dem Schicksal seines Großvaters August d.J. -, als der ältere Bruder August Wilhelm 1731 ohne einen Nachfolger zu hinterlassen starb, sodass Ludwig Rudolph das Amt des regierenden Herzogs im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel zufiel. Seine Bücher blieben nach dem Umzug in die Residenzstadt Wolfenbüttel indessen im Blankenburger Schloss zurück und wurden erst 1752/53, viele Jahre nach seinem eigenen Ableben, in die Bibliotheken nach Wolfenbüttel und Braunschweig (Collegium Carolinum) überführt. Die hier zum vorläufigen Verständnis mit wenigen Worten skizzierte Biographie Ludwig Rudolphs ist von der Geschichte seiner Bibliothek nicht zu trennen und wird daher im weiteren Verlauf wiederholt Berücksichtigung finden. Das Buch beschäftigt sich allein mit den Druckwerken der Bibliothek Ludwig Rudolphs. Außer ihnen besaß er über 300 Handschriften, die hier jedoch nicht erneut in das Blickfeld miteinbezogen werden, da Hans Butzmann zu ihrer Beschreibung und Erläuterung einen ausführlichen Katalog vorgelegt hat. In seiner Einleitung findet sich auch ein konzentrierter Überblick über die Geschichte dieser Sammlung, auf den nachdrücklich verwiesen sei. Neben den Büchern standen mir als Quellen die im Archiv der Herzog August Bibliothek aufbewahrten Verwaltungsakten der Blankenburger Bibliothek zur Verfügung. Zu nennen sind vor allem Kataloge aus verschiedenen Zeitabschnitten, Besprechungsprotokolle des Herzogs mit seinen Bibliothekaren, Rechnungen der Buchführer und Briefe. Ergänzend dazu wurden Unterlagen aus dem Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel herangezogen.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 27.09.2020
Zum Angebot