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Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trau...
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Im Leichenpredigten-Bestand des Thüringischen Staatsarchives Rudolstadt, den der Katalog in 1.401 Einträgen nachweist, finden sich etliche ungewöhnliche Fälle, die in der Lage sind, ganz unterschiedliche Forschungsgebiete zu bereichern. Zur Geschichte der Kindheit etwa sind zwei Stücke hervorzuheben, die das besonders innige Verhältnis zwischen Eltern und Kind schildern: zum einen die Leichenpredigt auf den hochbegabten Albert Anthonius Sommer, der mit vier Jahren bereits 200 lateinische Vokabeln beherrschte und zahlreiche Gebete und Sprüche vortragen konnte, und zum anderen die Leichenpredigt auf den schon einjährig verstorbenen Ludwig Friedrich Funcke, der dennoch einen vierseitigen Lebenslauf erhielt, in dem eingehend vom Zahnen des Kindes, seiner Krankheit und seinem Tod berichtet wird. Eine ganz andere Geschichte erzählen die schrecklichen Erlebnisse der Regina Kiesewetter, die im Dreissigjährigen Krieg beim Versuch, ihren Ehemann vor marodierenden Soldaten zu schützen, schwer verletzt wurde. Gefahren drohten auch in Friedenszeiten dem reisenden Adligen, wie es in den Personalia auf Hanns Rudolph von Thüna zu lesen ist. Auf seiner Kavalierstour wanderte er zu Fuss durch Brabant und Flandern, um sich darauf nach Grönland zu begeben. Doch er kam nie dort an, denn er und seine Mitreisenden gerieten in ein schweres Unwetter, bei dem sie wohl gerettet wurden, ihr Schiff aber unterging. Nicht nur religionsgeschichtlich interessant dürfte der Fall des Michael Gramann sein, der aus Stadtilm stammte und von 1667–1678 Leibarzt des Zaren in Moskau war. Seine Rückreise nach Stadtilm trat er unter anderem mit zwei 'erkaufften Tartarischen Heyden-Kindern aus Calmüken' an, die er in der christlichen Religion unterweisen und in Stadtilm taufen liess.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 27.09.2020
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Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trau...
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Der Katalog erschließt mit 814 Einträgen die frühneuzeitlichen Funeralschriften des Thüringischen Staatsarchivs Altenburg, wobei adlige Leichenpredigten gegenüber bürgerlichen eindeutig in Mehrzahl sind. In der Gruppe der Hochadligen dominieren die Wettiner. Den hohen Aufwand, der nach dem Dreißigjährigen Krieg auch von den ernestinischen Wettinern betrieben wurde, um mittels eines umfangreichen Gedenkwerkes nach dem Tod eines Herzogs im Konzert der deutschen Höfe mitspielen zu können und das Prestige der jeweiligen Kleindynastie zu erhöhen, belegen vor allem zwei Leichenpredigten. Diejenige mit der höchsten Seitenzahl in diesem Katalog, nämlich 890 Seiten, ist Friedrich Wilhelm III. Herzog von Sachsen-Altenburg (1603–1669) gewidmet. Sie ist jedoch nicht die am aufwändigsten gestaltete. Als solche kann die Leichenpredigt auf Ernst I., den Frommen, Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601–1675), im Groß-Folio-Format und mit mehreren Kupferstichtafeln illustriert, gelten. Das voluminöse Funeralwerk wurde in der hohen Auflage von 3.000 Exemplaren verbreitet. Im Altenburger Staatsarchiv finden sich drei davon. Die zahlreichen Leichenpredigten auf Angehörige des niederen Adels lassen die Lebensverhältnisse dieser sozialen Gruppe vor allem in der Altmark und im Herzogtum Magdeburg plastisch hervortreten. Dass nicht ausschließlich Angehörige der Ober- und gehobenen Mittelschicht gedruckte Leichenpredigten erhielten, zeigen unter anderem die Beispiele des Barbiergesellen Peter Federbusch, der 1668 in Elbing erstochen wurde, sowie des Schneidermeisters Andreas Gunterman (1626–1656) aus dem thüringischen Dorf Oberweimar, dessen Leichenpredigt auf Veranlassung seines Schwagers, eines Papiermachers und Kirchenvorstehers im selben Ort, im Druck herausgegeben wurde.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 27.09.2020
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Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trau...
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Im Leichenpredigten-Bestand des Thüringischen Staatsarchives Rudolstadt, den der Katalog in 1.401 Einträgen nachweist, finden sich etliche ungewöhnliche Fälle, die in der Lage sind, ganz unterschiedliche Forschungsgebiete zu bereichern. Zur Geschichte der Kindheit etwa sind zwei Stücke hervorzuheben, die das besonders innige Verhältnis zwischen Eltern und Kind schildern: zum einen die Leichenpredigt auf den hochbegabten Albert Anthonius Sommer, der mit vier Jahren bereits 200 lateinische Vokabeln beherrschte und zahlreiche Gebete und Sprüche vortragen konnte, und zum anderen die Leichenpredigt auf den schon einjährig verstorbenen Ludwig Friedrich Funcke, der dennoch einen vierseitigen Lebenslauf erhielt, in dem eingehend vom Zahnen des Kindes, seiner Krankheit und seinem Tod berichtet wird. Eine ganz andere Geschichte erzählen die schrecklichen Erlebnisse der Regina Kiesewetter, die im Dreißigjährigen Krieg beim Versuch, ihren Ehemann vor marodierenden Soldaten zu schützen, schwer verletzt wurde. Gefahren drohten auch in Friedenszeiten dem reisenden Adligen, wie es in den Personalia auf Hanns Rudolph von Thüna zu lesen ist. Auf seiner Kavalierstour wanderte er zu Fuß durch Brabant und Flandern, um sich darauf nach Grönland zu begeben. Doch er kam nie dort an, denn er und seine Mitreisenden gerieten in ein schweres Unwetter, bei dem sie wohl gerettet wurden, ihr Schiff aber unterging. Nicht nur religionsgeschichtlich interessant dürfte der Fall des Michael Gramann sein, der aus Stadtilm stammte und von 1667-1678 Leibarzt des Zaren in Moskau war. Seine Rückreise nach Stadtilm trat er unter anderem mit zwei 'erkaufften Tartarischen Heyden-Kindern aus Calmüken' an, die er in der christlichen Religion unterweisen und in Stadtilm taufen ließ.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 27.09.2020
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